Gezählt wurde in:
"Arian – Eine Geschichte von Angst, Mut und leeren Flaschen"
Illustration: Louisa Erbes & Lars Linnhoff
Text: Santa Doumbia-Milkereit
Verlag: Monika Fuchs
- Rezensionsexemplar –
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Fazit der Auszählung:
Es ist ausgeglichen. Ich finde es gut, dass es einen Schulsozialarbeiter gibt, dass zeigt, dass Männer auch soziale Berufe ausführen können. Wusstet ihr, dass der Anteil an Männern in den sozialen Berufen bei 20% liegt?
Über das Buch:
Arians Vater verlässt die Familie, seine Mutter zerbricht daran und versucht mit Alkohol zu vergessen. Arian bemerkt die offensichtlichen Veränderung, versucht es lange Zeit zu verstecken, indem er keine Freunde mehr einlädt. Irgendwann ist es ihm zu viel, denn der Alkohol macht seine Mutter aggressiv. Er holt sich Hilfe. Erst über das Kinder- und Jugendtelefon, dann über die Schule. Er darf in eine Wohngruppe ziehen und geht in Therapie. Seine Mutter bekommt auch Hilfe.
Das Buch ist kein Buch, dass man einfach so aus Spaß liest. Es ist ein Buch um mit Kindern, die dafür bereit sind, über Sucht, Depressionen, Hilfe holen, Ängste, Schmerz, Dunkelheit, Hoffnung und vieles mehr zu sprechen.
Wenn ich die Worte lese, dann fühle ich den Schmerz der Mutter, den Zerfall durch die Depression und den Alkohol. Es zieht mir die Kehle zusammen. Der Text zieht einen richtig rein und die Bilder unterstützen das Ganze.
Am Ende des Buches gibt es Übungen zur Regulierung (die ich gleich anwenden werde). Außerdem noch einen umfangreichen Fachteil für Erwachsene, die Kinder aus suchtbelasteten Familien unterstützen.
Für Normales wie mich nehmen wir mit:
Schaut hin, wenn sich ein Kind verändert!
Schaut hin, wenn in einer Familie etwas einschneidendes passiert!
Alkohol ist keine Lösung! Alkohol ist für manche Menschen der gesellschaftlich anerkannte Weg, um mit Problemen klarzukommen. Unsere Gesellschaft hat ein Problem mit der Normalisierung von Alkohol, aber unsere Gesellschaft hat auch ein Problem damit, dass Hilfe holen bei psychischen Problemen so schwierig ist.
Depression ist eine erstzunehmende Sache und da braucht man Hilfe! Sagt, die, die sich endlich wieder nach Hilfe umschauen sollte.